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Footgun: Underground im Test

Footgun: Underground ist ein rasanter Roguelike-Shooter mit einem einzigartigen Twist: Anstelle von traditionellen Waffen benutzt du einen Fußball, um deine Gegner auszuschalten. Mit seinem einzigartigen Gameplay-Ansatz kombiniert das Spiel rasante Jump’n’Run-Elemente mit strategischem Ballgefühl und prozedural generierten Levels. Doch wie gut funktioniert diese Mischung wirklich?

Als du dein Bewusstsein erlangst, spürst du die frische, kalte Luft der Kryokapsel, die deine Lungen füllt. Deine Erinnerungen sind weg, dafür hast du ein kybernetisches Bein und ein Ball liegt neben dir. Draußen lauern Feinde. Willkommen in einer postapokalyptischen Zukunft, die ebenso faszinierend wie gefährlich ist. Die Story, wie auch die restliche erzählerische Komponente des Spiels, ist eher minimalistisch gehalten und dient primär als Rahmen für das actionreiche Gameplay. Wer also eine tiefgründige Geschichte erwartet, wird hier gleich schon einmal enttäuscht.

Das stört aber nur kurz, denn mit den innovativen Spielmechaniken hat man diesen Makel bald vergessen. Die Spielidee von Footgun: Underground ist nämlich so simpel wie genial: Statt Schusswaffen, Magie oder Schwertern hat man nur eine einzige Waffe, seinen futuristischen Fußball. Die Herausforderung besteht nun darin, diese Todeskugel präzise zu kontrollieren und geschickt gegen Gegner einzusetzen. Dabei sind Positionierung und Timing entscheidend, um Abpraller effektiv zu nutzen und Feinde zu besiegen.

Roguelike-Elemente

Footgun: Underground ist ein Roguelike-Spiel und besitzt deshalb natürlich alle genretypischen Merkmale. Jeder Durchlauf beginnt mit einem einfachen Charakter mit zufällig generierten Level. Besiegte Gegner hinterlassen ab und zu Ressourcen, die genutzt werden können, um temporäre oder permanente Upgrades zu erwerben. Diese Upgrades können beispielsweise die Stärke des Balls erhöhen, neue Schussmodi freischalten, die Bewegungsgeschwindigkeit des Spielers verbessern oder passive Fähigkeiten verleihen. Die Entscheidung, wann und wie die Ressourcen eingesetzt werden, ist ein wichtiger strategischer Aspekt.

Stirbt der Spieler ist der aktuelle Durchlauf beendet und der Fortschritt in diesem Run (gesammelte Items, freigeschaltete temporäre Upgrades) geht verloren. Durch das Erreichen bestimmter Ziele oder das Sammeln bestimmter Ressourcen könnten aber auch dauerhafte Boni für zukünftige Durchläufe freigeschaltet werden. Dies kann beispielsweise neue Startausrüstungen, spielbare Charaktere oder zusätzliche Upgrade-Optionen umfassen. Die Vielzahl klassischer Roguelike-Elemente tragen maßgeblich zum hohen Wiederspielwert von Footgun: Underground bei.

Postapokalyptische Pixel-Art

Visuell präsentiert sich Footgun: Underground in einem charmanten Pixel-Art-Stil, die das postapokalyptische Setting atmosphärisch gut einfängt.  Die Animationen sind flüssig und die Effekte beim Abfeuern des Balls oder beim Besiegen von Gegnern können auch überzeugen.  Der rockige Soundtrack des Spiels untermalt die actionreiche Atmosphäre passend, wirkt aber auf Dauer etwas repetitiv.

Die Steuerung erfordert eine gewisse Eingewöhnungszeit, was insbesondere für Neulinge als Kritikpunkt empfunden werden dürfte. Die Lernkurve für eine effektive Ballkontrolle ist steil und stellt zu Beginn eine Herausforderung dar, die Geduld und Ausdauer erfordert.

Zusammenfassung

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