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Killing Floor 3 angespielt

Ihr steht auf knallharte Action, und “Zombies” sind genau euer Ding? Dann könnte Killing Floor 3 genau das Richtige für euch sein! Wenn ihr keine Scheu davor habt, euch eure digitalen Hände schmutzig zu machen, erwartet euch hier ein richtig blutiges Spektakel. In der Closed Beta durfte ich bereits einen Blick auf das Zombie—äh, pardon, Zed-Gemetzle werfen und hatte dabei jetzt schon jede Menge Spaß.

Am 25. März ist es dann endlich so weit: Der dritte Teil der Killing Floor-Reihe erblickt das Licht der Welt! Fans mussten lange darauf warten – immerhin ist Killing Floor 2 inzwischen satte neun Jahre alt. Umso ambitionierter gehen die Entwickler von Tripwire Interactive mit dieser Fortsetzung ans Werk. Killing Floor 3 erscheint übrigens für PC, Xbox Series X|S und PlayStation 5.

Killing Floor 3 Group

Nightfall

Wir schreiben das Jahr 2091 – satte 70 Jahre nach den Ereignissen von Killing Floor 2. Der Megakonzern Horzine hat inzwischen seine ganz eigene Privatarmee erschaffen und gegen die verbleibende Menschheit entfesselt. Doch es handelt sich nicht um eine gewöhnliche Armee, sondern um eine gehorsame Horde bio-engineerter Monstrositäten – die sogenannten Zeds (nein, keine Zombies!).

Und so liegt es einmal mehr an uns, den Spielern, die Welt vor dem Untergang zu bewahren. Dafür schließen wir uns der Rebellentruppe Nightfall an, einer Einheit aus hochspezialisierten Kämpfern. Zum Beispiel gibt es einen tödlichen Ninja, der mit seinen Klingen ganze Zed-Horden niedermäht, oder einen Ingenieur, der seine Feinde mit Schallwellen regelrecht zum Platzen bringt. Insgesamt gibt es 6 von diesen Charakter, welche sich auch ganz verschieden spielen, und ihre eigene Fertigkeiten haben, doch dazu später mehr.

Eine tiefgehende Story gab es in der Beta noch nicht. Zwar gab es eine gewisse Handlung, doch die gerät schnell in den Hintergrund. Stattdessen stand das Gameplay im Mittelpunkt: Ich startete eine Mission – entweder allein oder mit bis zu fünf weiteren Spielern –, erfüllte bestimmte Aufträge innerhalb des Gebiets und kämpfte ums Überleben.

Zusätzlich gibt es verschiedene Schwierigkeitsgrade, tägliche und allgemeine Nebenmissionen sowie – wenig überraschend – einen Season Pass. Schon in der Beta wirkten die Missionen abwechslungsreich und interessant gestaltet. Auch die Zeds kamen in unterschiedlichen Varianten daher und erforderten teils eigene Strategien. Neben dem üblichen Kanonenfutter gab es etwa massive Fleischkolosse, Zeds mit Kettensägenhänden und viele weitere grausige Kreaturen.

Am Ende jeder Mission wartete ein Boss, der mit speziellen Mechaniken und hoher Widerstandskraft für zusätzliche Herausforderung sorgte. Insgesamt hatte ich immer genug zu tun – und vor allem jede Menge Spaß mit den verschiedenen Missionen.

Gameplay

Wer bereits einen Call of Duty-Zombiemodus oder einen der Vorgänger von Killing Floor 3 gespielt hat, wird sich hier sofort heimisch fühlen. Man startet in der Ego-Perspektive mit seiner Anfangsausrüstung und stellt sich der ersten Welle von Zeds. Nach jeder Runde nimmt nicht nur die Anzahl der Gegner zu, sondern auch ihre Vielfalt. Am Ende eines Gefechts verdienen man Geld, das man in neue Waffen und Gadgets investieren kann.

Die Auswahl ist dabei breit gefächert: Von Sturmgewehren über Ninjashuriken bis hin zu ausgefalleneren Waffen ist hier alles dabei. Zusätzlich lassen sich Waffen mit verschiedenen Mods anpassen, um sie dem eigenen Spielstil anzupassen. Neben neuen Waffen gibt es außerdem Granaten, Munitionstaschen, Geschütztürme und vieles mehr – also genug, um den Zeds ordentlich einzuheizen.

Bereits in der Beta fühlten sich viele Waffen angenehm wuchtig an, besonders Schrotflinten und Scharfschützengewehre hatten ordentlich Wumms. Allerdings wirkten einige Maschinenpistolen, Sturmgewehre und Nahkampfwaffen wie Messer oder Katanas noch etwas zu lasch. Hier bleibt zu hoffen, dass die finale Version noch mehr Durchschlagskraft bietet.

Neben den verschiedenen Waffenarten spielen auch die Fähigkeiten der Spezialisten eine große Rolle. Jeder Charakter verfügt über individuelle Skills, die seine Besonderheiten verstärken. So konnte man beispielsweise eine Fähigkeit freischalten, die Granaten sofort bei Bodenkontakt explodieren lässt, oder eine, die den erlittenen Schaden durch eigene Sprengkörper reduziert. Zusätzlich hat jede Figur eigene Perks sowie eine mächtige aktive Fähigkeit, die besonders auf höheren Schwierigkeitsgraden oft zur Rettung in letzter Sekunde wird.

Gewalt ohne Ende

Was Killing Floor 3 so besonders macht, ist der extreme Grad an Brutalität. Wenn wir auf die Zeds feuern, zerfetzt es sie regelrecht – und genau dafür haben die Entwickler sogar einen eigenen Namen: M.E.A.T.. Dieses System sorgt dafür, dass Blut in Strömen spritzt, Körperteile durch die Luft fliegen und wir jeden Treffer mit verstörender Präzision miterleben. Besonders im Multiplayer entfaltet das Gemetzel seinen vollen Reiz.

Spielt man in einer koordinierten Gruppe, sammeln sich umso mehr Zeds in unmittelbarer Nähe – und genau dann macht es am meisten Spaß, sie gemeinsam niederzumähen. Umso frustrierender wird es, wenn sich das Team aufteilt, da dann bei jedem Spieler nur wenige Gegner auftauchen. Auf höheren Schwierigkeitsgraden fällt das Problem zwar weniger ins Gewicht, doch für die Vollversion würde ich mir eine etwas höhere Gegnerdichte wünschen. 

Spätestens bei den Bossgegnern möchte man dann allerdings sowieso nicht allein sein. Diese sind besonders herausfordernd und nur schwer im Alleingang zu besiegen – vor allem, da sie am Ende der Mission oft mit einer ganzen Horde Zeds im Schlepptau auftauchen. Solo kann das schnell zu einem echten Albtraum werden.

Trotzdem sind die Bosse definitiv eines der designtechnischen Highlights des Spiels. Ihre imposante Inszenierung und einzigartigen Mechaniken sorgen für spannende Kämpfe, die jedes Mal aufs Neue herausfordern.

Zusammenfassung

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